Das ehemalige befestigte Haus „Grosse Maison“ aus dem späten Mittelalter (15. Jahrhundert) ist ein bemerkenswertes architektonisches Ensemble im Renaissancestil mit einem prächtigen Taubenschlag aus dem Jahr 1658, Sprossenfenstern und Kellern im Untergeschoss, die sich über zwei Etagen erstrecken. Ein rechteckiger Innenhof und drei angelegte Gärten mit herrlichem Blick auf die Mosel vervollständigen das Anwesen: ein geheimer Garten (das Parterre, ein weitläufiges, von hohen Mauern umschlossenes Rechteck), ein Priestergarten (aus der Zeit nach der Französischen Revolution, der seinen Nutzcharakter mit Gemüse, Weinreben, Obst und Duftpflanzen bewahrt hat) und ein Schulgarten seit dem späten 20. Jahrhundert. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das „Grosse Maison“ zum Hauptgebäude des Dorfes und diente nacheinander als Residenz des Propstes unter Jean Raguet, Domherr des Domkapitels von Toul (1604), und anderen Domherren, als Adelsbesitz und schließlich als Staatseigentum. Heute beherbergt es die Verwaltung des Rathauses und verschiedene kulturelle Veranstaltungen. Die Dorfkirche ist ebenfalls befestigt und verfügt über Schießscharten (spätes 12. Jahrhundert). Jedes Jahr finden in der Grosse Maison während der Sommermonate verschiedene Wechselausstellungen zu künstlerischen Themen statt, und tagsüber sind Garten und Innenhof zugänglich.